K.S.H.V. Lodronia ÖCV - Österreichischer Cartellverband
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17.09.2010 - 17:00 Uhr
Grillerei c.t. c.f. inoff.
Bude Lo
 
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Die Geschichte der K.S.H.V. Lodronia:

Die Gründung der Verbindung erfolgte am 6. Oktober 1927 als "Club der acht Standfesten" (CEDAS) durch Studenten des Salzburger Priesterseminars.

Hautverantwortlich waren dabei die Theologen Max Novak und Alois Oberndorfer, die durch ihre Zugehörigkeit zu Innsbrucker CV-Verbindungen (Novak bei Leodoldina, Oberndorfer bei Vindelica) die couleurstudentische Idee nach Salzburg brachten. Um beide scharte sich bereits 1926 ein Kreis interessierter Kommilitonen, die sich "Die sieben Aufrechten" nannten. Der Versuch eine farbstudentische Gemeinschaft zu bilden, scheiterte jedoch an der Gegnerschaft der Seminarleitung. Trotzdem betrieb Novak im WS 1927/28 die Gründung des "Club der acht Standfesten" im Geiste des CV. Man entschied sich für die Farben "Silber - blau auf schwarzem Grund", da für Theologen der schwarze Grund passend erschien. Da es sich die junge Gemeinschaft nicht leisten konnte eigene Bänder weben zu lassen, griff man auf Bänder der 1922 gegründeten CV-Verbindung Trifels zu München zurück. Ursprünglich trugen die Mitglieder der CEDAS ihre Farben nur als Bierzipfe. Den Wahlspruch "Einig und treu" übernahm man von Alois Oberndorfers Urverbindung Vindelicia. 1928 wurde das bayrischblaue Hinterhauptcouleur eingeführt.

Die Zusammenkünfte wurde im Franziski-Schlößl auf dem Kapuzinerberg abgehalten, das von den Bundesbrüdern "hoher Olymp" genannt wurde. Als Ausweichlokale hatte man ein Gasthaus in Rott und den Gasthof Friesacher in Anif gewählt. Über diese Aktivitäten müßte im Priesterseminar strengstes Stillschweigen gehalten werden.
Da sich in der Folgezeit immer mehr Theologiestudenten für die Gemeinschaft begeisterten, war der Name "Club der acht Standfesten" nicht mehr angebracht und so wurde 1929 der Name "Lodronia" gewählt, nach dem Gründer der >>Salzburger Universität, Fürsterzbischof Paris Lodron.
 
Im Wintersemester 1929/30 erfuhr die Seminarleitung von der geheimen Verbindung. Im Jänner 1930 empfahl man die Sistierung, was auch geschah. Dennoch kam es im März 1930 zu einem Strafgericht, das Teils sehr hart ausfiel, da immerhin drei Bundesbrüdern, die im Weihejahr standen, die Weihe auf Herbst 1930 verschoben wurde.
Um miteinander verbunden zu bleiben, gründeten die Lodronen ein Philisterium und führten ein Wanderalbum, durch welches die über Österreich verstreuten Bundesbrüder Kontakt hielten. Zunächst finden sich Einträge zwischen 1933 und 35. 1948 kam das Album wieder in Umlauf. Es wurde diskutiert ob Lodronen die Möglichkeit gegeben werde sollte in die 1932 gegründete >>Rheno-Juvavia übernommen zu werden. Diese Bestrebung gab es schon 1938, sie kamen aber durch den Anschluß Österreichs an Hitler-Deutschland zum Erliegen. So wurden erst 1950 einige der Urlodronen als Urphilister in die Rheno-Juvavia aufgenommen und einigen andern, die bereits bei andern Verbindungen Philister waren, wurde das Band Rheno-Juvaviae verliehen.

Als 1962 die Gründung einer zweiten Verbindung in Salzburg betrieben wurde, stellte Rheno-Juvavia den Antrag Lodronia zu reaktivieren. Es setzte sich aber die K.Ö.H.V. Alpinia zu Innsbruck mit ihrem Vorhaben durch, eine Tochterverbindung in Salzburg zu gründen und so wurde 1962 die >>K.Ö.H.V. Rupertina ins Leben gerufen. Für den Fall der Gründung einer dritten Verbindung am Ort einigte man sich auf die Reaktivierung der Lodronia. Dies betrieb 1979 der damalige Altherrenlandebund-Vorsitzende Komm. Rat Dipl. Vw. Karl Berghammer mit Nachdruck und größtem persönlichen Engagement. Im November 1980 wurde im Haus des Kanonikus Anton Hagenauer (der schon zum CEDAS gehört hatte) ein Lodronentag abgehalten, bei dem Berghammer und Prof. Dr. Bruno Bischof in den Bund aufgenommen wurden.
Bundesbruder Berghammer übernahm die Agenden der Verbindung und so kam bereits 1981 ein Freundschaftsverhältnis mit dem >>ÖCV zu Stande. Im Sommersemester 1982 wurde der aktive Betrieb aufgenommen.

Von 15. bis 17. Oktober 1982 erfolgte das Publikationsfest zu Reaktivierung. Man feierte "55 Jahre K.S.H.V. Lodronia" mit einem großen Festkommers im Großen Saal des Stifts St.Peter, einer Festmesse am Kapuzinerberg mit anschließendem Mittagessen auf dem "hohen Olymp" im Franziskischlößl, das schon die Urlodronen als Bude auserkoren hatten.
 
In den Folgejahren konnte sich K.S.H.V. Lodronia in Salzburg klar positionieren und etablieren, sie wächst und gedeiht, besonders seit Eröffnung des Verbindungshauses in Schallmoos 1987.